Arbeitsgruppe Lebensmittel- und Ernährungsforschung

Entdecken Sie in unserer Ausstellung die Geschichte und die Arbeitsweise der einzelnen Gewerke des dörflichen Handwerkes. Hier können Sie an Hand von Bildtafeln und Exponaten etwas über das leder-, holz- und metallverarbeitende Gewerbe erfahren. Vorgestellt wird der Sattler, der Korbflechter, der Stellmacher, der Wagner, der Zimmermann, der Böttcher und der Schmied.

Zu sehen sind u. a. Geräte und Erzeugnisse des 19. und 20. Jahrhunderts:

  • Nähmaschine für den Sattler,
  • Flechtkörbe und Holzfässer,
  • Werkzeuge für den Zimmermann, wie Brustleier, Handbohrer,
  • Kehlen- und Zechhobel sowie Ziehbank,
  • Gesellenwerkstück – Zeltdach mit Gaube,
  • Schmiedewerkzeugzeuge, wie Vorschlaghämmer und Zangen.

Geschichte

Die allgemeine Geschichte des Handwerkes wird in Frühzeit, Mittelalter, Neuzeit und Gegenwart gegliedert. Die ältesten Gewerke waren Weber, Töpfer, Huf- und Waffenschmiede. Um 1000 u. Z. begann die Herausbildung weiterer, zum Dorfbild gehörender, Handwerker wie Bronze- und Metallverarbeiter, Drechsler, Stellmacher, Böttcher und Zimmerleute. Erst ab dem 10. Jahrhundert beginnt sich das Handwerk, als selbständige Tätigkeit, umfassend zu entwickeln und lößt sich allmählich aus dem Bereich der Landwirtschaft. Vom Handwerk im eigentlichem Sinne, dass für den Verkauf und den Markt arbeitete, spricht man erst Anfang des 14. Jahrhunderts mit dem Aufkommen der Geldwirtschaft und der Entstehung der Städte. In diesen Zeitraum dadiert man auch die Bildung von Gilden, Zünften und Innungen. Die Zunft war die höchste Autorität in der Handwerkerschaft. Sie regelte die wirtschaftlichen, rechtlichen, sittlichen und geselligen Lebensbedingungen ihrer Mitglieder. Die allgemeine Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage im 19. und 20. Jahrhundert forderte das Handwerk zu einer Neubesinnung und Anpassung an die Technik und Wirtschaft heraus. Es entstehen neue Gewerke, wie Schuhmacher, Uhrmacher und andere Dienstleistungen.

Konnten wir Ihr Interesse wecken, so besuchen Sie die Ausstellung und erfahren Sie noch mehr Wissenswertes zum historischen Handwerk z. B., welche Arbeitsgänge nötig sind, um einen Sattel oder ein Fass herzustellen oder welche Sitten und Bräuche in den einzelnen Zünften gepflegt wurden. Außerdem finden Sie auch zu ehemaligen regionalen Betrieben, wie Landmaschinenbau Saxonia und der Firma Dehne aus Halberstadt, einige Bilddokumente.

 

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