Arbeitsgruppe Lebensmittel- und Ernährungsforschung

Exponate und Dokumentationen in unserer Ausstellung geben Auskunft zur Entstehung des Mühlenhandwerkes und zu den unterschiedlichen Arten von Mühlen, wie Wind.- und Wassermühlen. So sind auf der Bildtafel "Mühlenflügel im Wind" Mühlen, wie Bock-, Wipp- oder Köchermühle und verschiedene Typen von Turmmühlen zu sehen. Gleichzeitig wird an die technische Entwicklung der Saalemühlen in unserer Region erinnert.

Zu sehen sind

  • Geräte und Maschinen aus dem 19.und 20. Jahrhundert
  • Unterschiedliche Geräte zum Mühlenbau, wie Hobel, Meißel, Meß- und Wiegegerät,
  • Ab- und Auskraushammer, Picke und Messerpicke,
  • Haferquetsche und Trieur,
  • Mühlmahlgerät (Stein) und Mühlgerät mit Walzen,
  • Getreidetruhe und Getreideschaufeln,
  • Sackkarre und Sackausstäubmaschine,
  • Sackwaage mit diversen Gewichten,
  • Sieb- und Sichtmaschine und
  • Gläser mit diversen Getreide- und Mehlarten.

 

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Zur Geschichte

Zur Geschichte der Mühlen: In der Antike wurde mit primitiven Reib- und Stampfvorrichtungen aus Getreide Mehl gewonnen. Im Alten Rom spannte man die Pferde ein, um sogenannte „Mahlgänge“ in Bewegung zu setzen, auch als Tiermühlen bekannt. Später lieferten Wind und Wasser die notwendige Energie, um die schweren Mühlsteine zu bewegen. Die Erfindung der Dampfmaschine machte die Mehlherstellung unabhängig von Wind und Wetter. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde eine sorgfältige Trennung von Mehlkern und Schale, durch die Erfindung von Walzenstühlen und Plansichter, möglich. In den letzten Jahrzehnten diente die Entwicklung der Müllerei-Technologie der Arbeitserleichterung des Müllers und der Verbesserung der Mehlqualitäten. Heute steuert der Müller mit Hilfe von Computern den Verarbeitunsprozess und Walzen aus Stahl sichern Qualität und Quantität.

Etwas zur Mehlherstellung: Gutes Mehl kann nur aus sauberem und gesunden Getreide hergestellt werden. Das Getreide kommt verunreinigt vom Feld und wird einer Grobreinigung in Trieuren unterzogen. Der Müller sorgt dann in verschiedenen Arbeitsgängen für eine intensive Reinigung. Das Mahlen von Brotgetreide geschieht durch zerkleinern und sieben, welches solange wiederholt wird, bis der helle Mehlkern aus den Schalen heraus ist. Zurück bleibt die Kleie. Man nennt diesen, sich bis 29x wiederholenden Vorgang – Mahlen – Sieben – Sichten, auch Passagen. Wußten Sie schon, dass die Typenzahl des Mehles Auskunft gibt wie weit das Mehl ausgemahlen wurde. Je höher die Typenzahl, desto dunkler ist das Mehl und desto mehr Mineral- und Nährstoffe enthält es. Mehr können Sie erfahren, wenn Sie uns besuchen.

Ausstellung

In unserer Ausstellung kann man Neues kennenlernen aber auch wiedererkennen. Wer sich aber nicht für die technische Seite der Müllerei interessiert, kann anhand von Bildtafeln, wie "Antike", "Die schöne Müllerin" und "Mühlen in der Bildkunst" die musische und künstlerische Seite der Müllerei entdecken.

 

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