Arbeitsgruppe Lebensmittel- und Ernährungsforschung

Die Reinigung der Wäsche und Bekleidung ist ein Problem, dass die Menschen von Anbeginn beschäftigt. In unserer Ausstellung finden sie viele Geräte und Maschinen aus verschiedenen Zeitepochen, die, die schwere körperliche Arbeit der Wäschepflege erleichtern sollten. Aber auch eine liebevoll zusammengetragene Wäscheausstattung wird sie erfreuen.

Zu sehen sind u. a. Geräte aus dem 19. und 20. Jahrhundert:

  • Großer Wäschetopf mit Holzrührgerät,
  • elektrische, kupferne Waschmaschine,
  • Waschwanne mit Bock,
  • mechanischer Auswringer,
  • verschiedene Wäscheleinen mit Klammern,
  • Handwaschbretter und Wäscheabtropfer,
  • Wäscheschrank (gefüllt mit diversen Wäschestücken)
  • verschiedene Bügeleisen- und -bretter und ein traditioneller
  • Kochherd mit Backröhre.

 

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Geschichte

Zur Geschichte des Waschens: Im Mittelalter wurde die Wäsche an einem Bach auf flache Steine geklatscht, um den Schmutz zu lösen oder man prügelte sie kräftig mit einem Schlagbrett durch. Später kam dann das sogenannte „Rüffelholz“, abgelöst vom Waschbrett, auf dem die Wäscherinnen die Wäsche hin und her schrubbten. Im alten Rom stampften die Frauen ihre Wäsche mit den Füßen in Steintrögen. Durch die Bewegung des Waschgutes in der Lauge sollte es schneller sauber werden. Diese Art der mechanischen Säuberung wurde in verschiedenen Techniken ausgebaut. In der Mitte des 19. Jahrhunderts. erfand der Franzose Chaptal das Dampfwaschverfahren. Damit wurde nicht nur die Arbeit erleichtert, sondern auch die technischen Voraussetzungen für die Entwicklung gewerblicher Wäschereien geschaffen. Etwas zur Seifenherstellung: Seit langem weiß man, dass Asche in Verbindung mit Wasser, wie eine starke Lauge Fettsäure neutralisiert und damit wie eine Seife wirkt. In Afrika wurde aus dem Fett von Löwen Seife hergestellt und man züchtete Persianerschafe, auch wegen ihres Fettschwanzes, um Seife zu gewinnen. In Australien jagte man die fettleibigen Sträuße, um das Fett zu nutzen. In unseren Breiten galt als tierisches Fett der Rindertalg und als pflanzliches war das Olivenöl zur Seifengewinnung geeignet. Man mußte es mit einer gleichen Menge Wasser kochen, abkühlen lassen und die sich an der Oberfläche abgesetzte Schicht abheben. Die Lagerung, des so neu erhaltenen Fettes, erfolgte in luftdichten Behältern. Es gab auch die Möglichkeit vor dem Erkalten einen Duftstoff hinzuzufügen.

Haushaltshelfer

Mögen Sie "alte" Haushaltshelfer, so kommen Sie in dieser Ausstellung bestimmt auf Ihre Kosten. Auch eine komplette Küche mit vielen liebevollen Details ist zu sehen, sowie eine Singernähmaschine, Geräte zum Nähen und Sticken, diverses Geschirr, Geräte zur Haarpflege u. v. m.!

 

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