Arbeitsgruppe Lebensmittel- und Ernährungsforschung

In diesem Raum der Ausstellung sehen Sie historische Geräte und Dokumentationen zur Entdeckung, dem Anbau, der Ernte und der Verarbeitung der Zuckerrübe. Gleichzeitig wird auf die Entwicklung der Zuckerindustrie in unserer Region aufmerksam gemacht.

Zu sehen sind u. a. Geräte und Maschinen um Mitte bis Ende des 19. Jahrhunderts.

  • Rübenköpfschlitten - Rübenroder
  • Hippe - Rübenheber
  • Köpfschippe
  • Saftpresse - Saftrührer
  • Drillmaschine (1955)
  • Materialien zur Geschichte des Zuckers

 

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Zur Geschichte des Zuckers

In der Antike war Zucker unbekannt und man süsste ausschließlich mit Honig. Die Kristallisation von reinem Zucker aus dem Saft des Zuckerrohrs soll in Indien im 4. Jahrhundert vor Christi entdeckt worden sein. Auch die Forschung nach der frühesten Bezeichnung für Zucker führt nach Indien. "Sakara", im Sanskrit der alten heiligen Sprache, bedeutet etwa "zerrissenes Stückchen". Dabei könnte die Zerkleinerung von Zuckerrohr gemeint sein. Ein anderes Wort für Zucker ist das altindische "khand", welches wir in der Bezeichnung "Kandis" wiederfinden. Zwischen den "zerrissenen Stückchen" und dem Wissen unserer Zeit liegen über 2000 Jahre. Der Entdecker des Zuckers in der Gemeinen Runkelrübe, im Volksmund Zuckerrübe, war Mitte des 18. Jahrhunderts der Chemiker A. S. Marggraf. Er erkannte, dass der Zucker der Rübe, mit dem des Zuckerrohrs, identisch ist. Als Vater der Rübenkultur und Begründer der Zuckerindustrie ging sein Schüler F. C. Achard in die Geschichte ein.

Schema der Zuckerherstellung

Rüben - Annahme und Wäsche - Schnitzelherstellung - Extraktion - Rohsaft - Saftreinigung - Dünnsaft - Verdampfung - Dicksaft - Einkochen und Zentrifugieren - Melasse - Zucker

Zuckersorten

  • Einmachzucker (grobkörnige Raffinade)
  • Gelierzucker (Raffinade mit Pektinen angereichert)
  • Brauner und weißer Kandis (langsame Kristallisation aus Raffinadelösungen)
  • Hagelzucker (graumelierte Raffinade)
  • Würfelzucker (leicht angefeuchtet, gepresst und getrocknet)
  • Zuckerhut (in eine Hutform gepresste Raffinade)

Interesse?

Wer also etwas mehr zur Königin der Feldfrüchte und deren „süsse“ Verwendung erfahren möchte, kann sich in der Ausstellung an Hand von Bildtafeln und Anschauungsstücken informieren.

 

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