Arbeitsgruppe Lebensmittel- und Ernährungsforschung

Innovative Technologien zur Prozesssteuerung und -bewertung in der Fleischwirtschaft auf der Basis digitaler Fuzzyfarbanalyse (Fuzzyfarb)

Die Kooperation

Das Projekt "Fuzzyfarb" versteht sich als Verbundprojekt, in welchem durch die Verflechtung von Forschungsarbeiten der Bereiche Lebensmitteltechnologie, industrielle Bildverarbeitung, Automatisierungstechnik und Lebensmittelmaschinenbau ein qualitativer Sprung im Bereich der Fleischbewertung, -sortierung und Qualitätsanalyse erreicht wird. Dabei arbeiten die beiden Forschungseinrichtungen Professor HeIlriegelInstitut e.V. Bernburg und die Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik (GFal) gemeinsam an den zentralen Fragen der Problemanalyse sowie des naturwissenschaftlich- technischen und technologischen Lösungsansatzes. Beim Bau des Prototypsystems fließt die Fachkompetenz aller Partner zusammen: sowohl Kompetenzträger der Automatisierungstechnik (VIMA GmbH), des Lebensmittelmaschinenbaus (INOFEX GmbH, Dr. Wolf & Partner GmbH) als auch aus dem Bereich der Fleischverarbeitung, dem eigentlichen Endanwender (Lauchaer Landmetzgerei) also, sind in das Gesamtprojekt integriert.
Die Verbundpartner sind in den Ländern Sachsen-Anhalt und Berlin angesiedelt.

Das Projekt

Der Stand der Technik im Fleischereigewerbe ist, dass ein Mensch unter anstrengenden Kühlraumbedingungen durch rein subjektive Betrachtung der Fleischstücke eine Qualitätsklassifikation vornimmt. Dies erlaubt keine lückenlose Überwachung, da für diese der (später nicht reproduzierbare) subjektive Eindruck von der Beschaffenheit des Fleisches nicht genügt. In diesem Vorhaben soll ein auf moderner Informationstechnik basierendes prototypisches System entwickelt werden, das online in den Prozessen der Schlachtkörperzerlegung, insbesondere Fleischwertsortierung mit folgenden Hauptzielen eingesetzt werden kann:

  • Lückenlose automatische Überwachung des Bearbeitungsprozesses, d. h. eine lückenlose Klassifikation der Zusammensetzung und Beschaffenheit von Fleischstücken aufgrund einer umfassenden visuellen Inspektion und anderer nicht bildhafter Messwerte,
  • Schaffung von Grundlagen für eine flexible Automatisierung im nachfolgenden Bereich der Herstellung von Fleisch- und Wurstwaren (insbesondere Zerkleinerungstechnik).

Aus den Alleinstellungsmerkmalen des zu entwickelnden prototypischen Systems ergeben sich wesentliche ! Wettbewerbsvorteile für die Projektpartner. Einige charakteristische Merkmale sind insbesondere die

  • Schaffung von berührungslosen Bewertungskriterien für die Zusammensetzung und Beschaffenheit von Fleischstücken
  • Steigerung der Objektivität und Produktivität des Fleischverarbeitungsprozesses.

Das Projekt hebt sich durch die konsequente Anwendung modernster informationstechnischer Algorithmen, Methoden und Technologien auf das Gebiet der Nahrungsmittelverarbeitung, insbesondere der Fleischverarbeitung, hervor. Es trägt zur Erhöhung des gesundheitlichen Verbraucherschutzes bei, da ein Beitrag zur Verbesserung der Produktsicherheit im fleischverarbeitenden Gewerbe geleistet wird.

Die Perspektiven

Das vorliegende Verbundprojekt kann als Pilotvorhaben für den Bereich der Bildverarbeitung in Verbindung mit einer angestrebten flexiblen Automatisierung in der Lebensmittelindustrie betrachtet werden. Das System kann übertragen werden auf weitere Trenn-, Klassier- und Sortiervorgänge, überall dort, wo mit biologischen Einsatzmaterialien und damit Fuzzy-Daten gearbeitet werden muß. Vor diesem Hintergrund scheinen künftig weitere Kooperationen möglich, sie sind jedoch noch nicht direkt geplant. Eine Erweiterung des Netzwerkes für das konkrete Vorhaben in der Fleischindustrie wird angestrebt (weitere Anwender, Qualitätssicherungs- und Zertifizierungsunternehmen). Der hohe Grad an interdisziplinärer Arbeit und Innovation ist mit einer Verbreiterung der Kompetenzfelder bei allen Projektpartnern verbunden. Damit steigern sie nachhaltig ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Systemelemente

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Projektpartner

Name der ForschungseinrichtungProjektverantwortlicherInhaltlicher Schwerpunkt
Professor Hellriegel Institut e.V. Bernburg
Strenzfelder Allee 28
06406 Bernburg
Prof. Dr. W. Schnäckel
Tel. 03471/355 1194
Fax 03471/355 1232
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Problemanalyse, naturwissenschaftliche und Lebensmitteltechnologische Grundlagen aus Sicht der Fleischtechnologie
Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik e.V. (GFal) Berlin
Rudower Chaussee 30
12489 Berlin
www.gfai.de
Dr. J. Richardt
Tel. 030/6392-1600
Fax 030/6392-1602
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Informationstechnische Problemanalyse und Realisierung der bildverarbeitenden Algorithmen
INOFEX GmbH
Martha-Brautzsch-Str. 8
06108 Halle
Dr. E. Haack
Tel. 0345/225 080
Fax 0345/225 0860
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Aufbau des Prototypsystems
VIMA- Visuelle Maschinen GmbH
Tiniusstr. 12-15
13089 Berlin
www.visuelle-maschinen.de
Herr W. Ziese
Tel. 030/470 032 73
Fax 030/470 032 75
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Aufbau der dynamischen Komplettoberflächeninspektion
Dr. Wolf & Partner Ingenieurbüro für Lebensmitteltechnik GmbH
Martha-Brautzsch-Str. 8
06108 Halle
Dr. K. Wolf
Tel. 0345/560 22 40
Fax 0345/560 22 43
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Aufbau des Prototypsystems
Burgenländer Fleischwaren GmbH
Industriegebiet Ziegeloh-Ring 11
06636 Laucha/Unstrut
www.burgenlaender.de
Herr Wendt
Tel. 034462/319-20
Fax 034462/319-28
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Erstanwender für Test des Systems

 

Projektleiter

Prof. Dr. W. Schnäckel
Professor Hellriegel Institut e.V. Bernburg
Strenzfelder Alle 28
06406 Bernburg
Tel. 03471/355 1194
Fax 03471/355 1232
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Projektkoordination

Dipl.-oec.troph. (FH) Janet Krickmeier
Professor Hellriegel Institut e.V. Bernburg
Strenzfelder Alle 28
06406 Bernburg
Tel. 03471/355 1181
Fax 03471/355 1232
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Förderung

Förderprogramm InnoNet des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit
FKZ: 16IN0060

Projektträger

VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH
Rheinstraße 10 B
14513 Teltow
www.vdivde-it.de

Laufzeit des Projektes: 01.10.2001 - 30.09.2004
Projektkosten: 2,78 Mio. DM
Fördersumme: 1,63 Mio. DM